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Instrumente - Solmisation - Rhythmuslehre


Vorstellen von Instrumenten

Ziel der Instrumentenvorstellungen ist es, den Kindern im Laufe der Zeit eine gewisse Bandbreite an verschiedenen Instrumente zu zeigen, um in ihnen evtl. Interesse zu wecken, später eines dieser Instrumente zu erlernen. Der Idealfall wäre natürlich, all diese Instrumente im Unterricht zeigen zu können. Findet der Unterricht an einer Musikschule statt, ist es vielleicht sogar möglich, immer wieder einmal kurz in den Unterricht verschiedener Instrumentallehrer „hinein zu schnuppern“. Spielt die Lehrkraft das jeweils vorzustellende Instrument nicht selbst, sollte sie sich vorher gründlich über die Spielweise sowie die Namen und das Material der einzelnen Teile des Instrumentes informieren ( bei Lehrerkollegen, im Internet, in Büchern,…).Die Kinder sollten diese wenigen aber genauen Grundinformationen erhalten, den sorgsamen Umgang mit Instrumenten lernen, den Klang kennen lernen (entweder durch das Spiel des Lehrers oder auch durch Hörbeispiele auf der CD) und sie sollten genügend Zeit zum Ausprobieren der Instrumente bekommen, wobei es hier nicht auf eine vollkommen richtige Spielweise ankommt, sondern auf das Wecken der Neugier, des Interesse und der Spielfreude der Kinder.


Solmisation in den Stundenbildern

Ein wesentlicher Baustein in beinahe allen Unterrichtsstunden ist die Anwendung der „Relativen Solmisation“. In diesem ersten Unterrichtsjahr werden die Kinder mit drei der sieben bzw. acht Somisationszeichen vertraut gemacht. Dies`sind „Do“, „Mi“ und „So“ – also Grundton, Terz und Quinte des Durdreiklangs. Da die Kinder die sogenannte „Rufterz“ „So – Mi“ meist schon aus ihrem Alltag kennen, finden sie über das Singen ihrer Namen schnell einen Zugang zu den Tönen des Durdreiklangs und den Handzeichen. Durch den laufenden Umgang mit den drei Handzeichen, dem Singen, dem Hören, dem Spielen der Töne auf dem Xylophon und dem Legen oder auch Springen der Töne in einem „Notensystem“ - bestehend zunächst aus nur einer Linie- begreifen die Kinder im wahrsten Sinne des Wortes die musikalischen Zusammenhänge des Durdreiklangs .

Sinnvoll ist es, die drei Handzeichen auch räumlich zu versetzen (also das „Do“ tief unten, das „Mi“ in der Mitte und das „So“ ganz oben), um den Kindern auch optisch die verschiedenen Tonhöhen nahe zu bringen.


Da die Relative Solmisation völlig unabhängig von Tonarten funktioniert, kann die Lehrkraft jeden beliebigen Dur – Dreiklang verwenden und ihren stimmlichen Gegebenheiten anpassen.

In den Stundenbildern wird der C-Dur Dreiklang verwendet, was aber jederzeit geändert werden kann. Für Lehrkräfte, die noch nie mit Solmisation in der Praxis zu tun hatten, ist als kleine Einführung z.B. das Buch „Do, re, mi, was ist das?“ von Axel Christian Schultz, erschienen im GNGP Verlag, sehr empfehlenswert.

Im folgenden Unterrichtsjahr - der Musikalischen Grundausbildung – geht die Entwicklung dann hin zu den Notennamen der C- Dur Tonleiter.

 

Rhythmuslehre

Neben dem Kennenlernen verschiedener Tonhöhen steht die Erfahrung und der Umgang mit unterschiedlichen Tonlängen. In diesem ersten Unterrichtsjahr spielt das Benennen der Tonlängen noch keine Rolle.

Die Kinder werden über Bewegungsspiele, rhythmisches Sprechen, Klatschen und Trommeln spielerisch an die Notenwerte „Halbe-, Viertel- und Achtelnoten“ herangeführt.

Es gibt einige Trommel – und Bewegungsspiele , in denen die verschiedenen Notenwerte den Bewegungsarten „Schleichen“ (=Halbenote), „Gehen“ (= Viertelnote) und „Laufen“ (= Achtelnote) zugeordnet werden. Beim Mitsprechen wird immer nur „einsilbig“ gesprochen, z.B. wenn die Kinder laufen, spielt die Lehrkraft Achtelnoten auf der Handtrommel und spricht zu jeder Achtelnote das Wort „lauf“. Das hat folgenden Grund: Im nächsten Unterrichtsjahr beginnen die Kinder, Noten vom Blatt ab zu spielen, was zunächst auch im Zusammenhang mit diesen Bewegungsbegriffen geschieht und es ist für sie leichter, wenn sie zu jeder Note, die sie abspielen, ein ganzes Wort sprechen anstatt nur einer Silbe.

So wäre es eben, wenn man „lau- fen“ sprechen würde und dann erst nach zwei Silben, bzw. zwei gespielten Achtelnoten ein komplettes Wort hätte. Im Laufe des zweiten Jahres werden die Kinder die drei verschiedenen Notenwerte zunächst auch als „Schleichnote“, „Gehnote“ und „Laufnote“ bezeichnen.